Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Road Trip von Norden nach Süden!

Mit dem Mietwagen Thailand entdecken? Ich kann dazu nur jedem raten! Klar, es herrscht Linksverkehr und noch dazu gibt es ein paar ungewohnte Regeln. Aber man kann mit dem Mietwagen Thailand ausführlicher erkunden als auf jede andere Weise. Und die Gefahren lassen sich durchaus minimieren.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden

Nachdem ich vor ein paar Jahren schon einmal von Bangkok nach Khao Lak gefahren bin, habe ich mich neulich auf einen Road Trip einmal quer durch ganz Thailand begeben: Vom hohen Norden bis in den tiefen Süden. Und das ist eine wirkliche tolle Art, mit dem Mietwagen Thailand in seiner ganzen Pracht zu bestaunen. Hier kommen alle meine Tipps dazu:

Mit dem Mietwagen Thailand entdecken

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Karte

Wo anmieten, wieviel bezahlen?

Um die hier beschriebene Strecke zu fahren, empfiehlt es sich, den Wagen in Chiangmai anzumieten. Weiter nördlich hat man wenig bis keine Möglichkeiten und, wenn doch, kosten diese gleich eine Stange mehr Geld. Sodann kann man sich entscheiden, ob man gleich von Chiangmai in Richtung Süden aufbricht oder noch den Schlenker über Pai fährt.

Ein guter Ort, um den Mietwagen Thailand anzumieten, ist der Flughafen Chiangmai, denn hier gibt es unter Umständen last-minute-Angebote. Man sollte etwa mit 1000 Baht, also € 25 pro Tag rechnen. Dazu kommt allerdings noch die Rückführ-Gebühr für den Wagen, die mitunter teurer ist als der Mietpreis! Holt man den Wagen beispielsweise in Chiangmai und gibt ihn in Trang wieder ab, muss man mit zusätzlichen 10.000 Baht, also € 250 rechnen.

Pai

Los geht es im beschaulichen Pai, nicht weit von der Grenze zu Myanmar entfernt. Zwar muss man sich hier gleich an eines der gefährlichsten Teilstücke der Strecke heranwagen (Hügel, Kurven und oft schlechte Strassen), aber ich würde Pai definitiv trotzdem in die Route mitaufnehmen.

Nahe Pai

Denn Pai ist einer der idyllischsten Flecken, die mir bisher untergekommen sind. Hier kann man noch absolute Ruhe finden. Doch damit nicht genug: Der kleine Ort in den Hügeln zieht eine Menge Freigeister und spirituell Interessierte an. Und so kann man hier auch einiges erleben.

Der perfekte Tag in Pai, zu dem ich mich manchmal zurücksehne?

  • Frühstück neben meiner simplen Hütte im ausgedörrten Flussbett.
  • Stundenlanges Umherfahren in immer größer werdenden konzentrischen Kreisen.
  • Zum Sonnenuntergang in den Tempel auf dem Hügel für eine Meditation.
  • Mit guten Freunden, Bier und Kerzen in die heissen Quellen legen. Vorsicht vor giftigen Schlangen!
  • Mütze an (nachts wird es frisch) und auf zur Party mit den autark lebenden Hippies aus Japan.
  • Absacker in einer der Bars im ‚Zentrum‘.
Tempel auf dem Hügel, Pai

Tempel auf dem Hügel, Pai

Geheimtipp: Eine Wanderung in die Hügel im Nordwesten des Städtchens führt irgendwann in einen Wald, der von Abertausenden von riesigen Weberknechten bevölkert ist! Definitiv nichts für Arachnophobiker, denn hier sitzt gewissermaßen eine Spinne neben der nächsten. Es gibt dermaßen viele, dass man sie sogar auf dem trockenen Laub laufen hören kann…

Was es in der Gegend um Pai auch viel gibt: Elefanten!

Was es in der Gegend um Pai auch viel gibt: Elefanten, die hier noch als Arbeitstiere und nicht zur Bespaßung von Touristen eingesetzt werden. Eine Kollision mit einem Auto gewinnt vermutlich der Elefant. Daher: Vorsichtig fahren!

Chiangmai

Hat man Chiangmai noch nicht zu Anfang der Reise erkundet, ist es jetzt Zeit dafür. Die knapp vier Stunden Fahrt vom idyllischen Pai kann man leider nur auf derselben Strecke zurücklegen wie auf der Hinfahrt.

Thailands zweitgrößte Stadt, die ich trotzdem gerne als Städtchen bezeichne, hat einen ganz eigenen Charme. Gerade innerhalb der Stadtmauern weiß Chiangmai wirklich zu bezaubern. Hier gibt es auch tolle Guesthouses, Cafés und Restaurants sowie einige Hotels, deren Pool man für ein paar Baht nutzen kann. Mein Lieblingsort, auch zehn Jahre später: Julie Guesthouse.

Wirklich fantastisch ist der Sunday Market, immer sonntags ab 12. Trotz meiner vielen Monate vor Ort im Jahr 2005 habe ich jedes einzelne Mal etwas gefunden, was ich noch nicht gegessen hatte! Dazu gibt es Klamotten, Kunsthandwerk, Live-Performances. Ein tolles Erlebnis!

Sehr empfehlenswert ist auch ein Ausflug auf den Berg Doi Suthep, wo sich ein sehr hübscher Tempel befindet. Auch hier zeigt sich wieder, dass es recht praktisch ist, mit einem Mietwagen Thailand zu entdecken, da man für diese Tour nicht noch extra ein Moped anmieten muss.

Aufgang zum Wat Phra Doi Suthep

Aufgang zum Wat Phra Doi Suthep

Alternativ (oder auch zusätzlich) kann man sich einer Mountainbiketour anschließen, was ich selbstverständlich sehr empfehle, da ich bei Mountainbiking Chiangmai damals monatelang als Guide gearbeitet habe.

Mountainbiking Chiangmai

Mountainbiking Chiangmai: Zwei Stunden Downhill mit spektakulären Ausblicken!

Auch zum Ausgehen bietet Chiangmai viele gute Optionen. Zum Einen ist da die Vergnügungsmeile rund um das allabendlich vollgepackte Zoe in Yellow. Zum Anderen gibt es das schräge THC mit seiner Dachterrasse und guten DJs. Und wer danach immer noch nicht genug hat, der zieht ins Spicy’s weiter, den einzigen Laden, der nach der Sperrstunde um 2 Uhr noch geöffnet hat. Dementsprechend geht es dann drinnen auch zu: Kriminelle, Besoffskis, Nutten, harte Drinks. Doch gerät man nicht in eine Schlägerei, dann kann man hier eine Menge Spaß haben!

Geheimtipp 1: In der nordwestlichen Ecke des Moats, also des Bereichs innerhalb der Stadtmauern, gibt es eine Werkstatt für Buddha-Statuen. Diese hat einen fantastischen tropischen Garten, in dem eine Menge alter Statuen herumstehen. Und dort kann man einfach reinlaufen, sich zum Lesen hinsetzen und die erstaunliche Ruhe und Verwunschenheit dieses Ortes geniessen!

>> Baan Phor Liang Meun’s Terra-Cotta Arts

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Baan Phor Liang

Geheimtipp 2: Auf keinen Fall sollte man das Holzschnitzer-Dorf Baan Tawai verpassen, etwa eine halbe Stunde von Chiangmai entfernt. Hier entfaltet sich eine wahre Parallelwelt und sie ist entzückend! Dutzende kleine Läden bieten hölzerne Mitbringsel an, kleine Restaurants gibt es ebenfalls. Am beeindruckendsten fand ich jedoch den Laden Baan Tipmanee am Rande des Dörfchens. In diesem riesigen, außergewöhnlichen Laden, der zugleich Werkstatt ist, lassen sich Tausende detailverliebter Schnitzereien in allen Größen bestaunen. Es gibt hier bis zu drei Meter hohe Statuen, an denen mehrere Schnitzer bis zu neun Monate lang arbeiten und die bis zu 100.000 Euro kosten. Der einmalige Laden hat einen legendären Ruf und wurde schon von allerhand königlichen Familien und Prominenten aus aller Welt besucht. Das jedoch hält die Chefin nicht davon ab, auch dem kleinen Mann eine ausführliche Tour übers Gelände zu geben! Prädikat: In vielerlei Hinsicht wertvoll! In Baan Tawai einfach durchfragen.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Baan Tipmanee

Tak

Auf dem Weg in Richtung Süden sollte man nach Erdbeerständen Ausschau halten. Die Erdbeeren Chiangmais sind wirklich lecker und gerade auch die Erdbeersäfte sind sehr delikat! Im kleinen Städtchen Hot kann man für einen schnellen Snack halten. Die Restaurants am Straßenrand sind (wie fast immer in Thailand) sehr gut, eine Spezialität scheint hier ein scharfer Salat aus Vermicelli-Nudeln zu sein.

Wer genügend Zeit hat, sollte auch einen Abstecher zum See Doi Tao mit dem ihn umgebenden Naturschutzgebiet Mae Ping National Park machen. Auf einem der Hügel steht ein malerischer Tempel, die Auffahrt über sehr schmale Teerwege dauert allerdings eine Weile.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Doi Tao

Doi Tao, bei unserem Besuch leider ohne Wasser…

Ein weiterer toller Stopp auf dem Weg in Richtung Süden ist der Bhumibol-Damm, der einen der größten Stauseen Südostasiens bildet.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Bhumibol Damm

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Bhumibol Damm

Dann kann man entweder in der Nähe von Tak die Nacht verbringen oder bis Mae Sot weiterfahren. Was Tak reizvoll macht, ist die komplette Abwesenheit von Tourismus und somit die Authentizität eines echten thailändischen Städtchens. Mae Sot hat alles in allem jedoch mehr zu bieten.

Mae Sot

Auch Mae Sot ist kein touristischer Ort per se. Aber gerade solche Stopps machen es ja so reizvoll, mit dem Mietwagen Thailand zu entdecken. Der kleine Ort liegt direkt an der Grenze zu Myanmar und wirkt doch eher verschlafen. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch des Grenzgebietes. Hier kann man spazieren gehen und dabei Blicke auf das Nachbarland erhaschen, freundliche Menschen kennenlernen und verschiedene Snacks am Straßenrand probieren, die man vielleicht noch nicht kennt. Lohnenswert ist auch der riesige Markt direkt an der Brücke. Nicht verpassen: Die etwas abseits stehenden Shops am Flussufer, die allerhand schräge Dinge wie etwa lebende Krabben oder gefälschtes Viagra anbieten.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Mae Sot

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Mae Sot

Und dann: In einen der Coffee Shops direkt neben dem Grenzposten setzen und einfach die Szenerie beobachten! Ich saß da tatsächlich stundenlang.

Geheimtipp: Ein paar hundert Meter flussabwärts lassen sich wohl manchmal Arbeitselefanten im Einsatz bestaunen. Ich persönlich hatte leider kein Glück bei der Sichtung.

Wohnen kann man in Mae Sot gut etwa im Ban Thai Guesthouse. Der große Vorteil: Man ist ganz in der Nähe des Nachtlebens, das überschaubar, aber doch sehr nett ist! Direkt um die Ecke liegt die kleine Bar Border Booze, bei Expats sehr beliebt, die hier größtenteils für NGOs arbeiten. Die Drinks sind stark und günstig, und Betreiber Nobi lässt Leute, die er mag, auch gerne mal selbst Musik auf der erstaunlich guten Anlage auflegen.

Wer dann noch nicht genug hat, der zieht weiter ins Y2K, eine Art Großraumdisco, in der sich Thais und Farangs gemeinsam vergnügen. Leider nur am Wochenende geöffnet.

Geheimtipp: Unbedingt im Mai Thai zu Abend essen. Alle Gerichte werden frisch zubereitet und gerade das für diese Region typische Rindercurry ist so gut, dass man alleine dafür tagelang in Mae Sot bleiben könnte!!

>> facebook.com/maithaimaesot

Highland Farm Gibbon Sanctuary

Zwar liegt das Gibbon Sanctuary etwa eine Stunde von Mae Sot entfernt. Ein Besuch lohnt sich aber definitiv, und helfen kann man auch noch. Das Sanctuary wurde 1991 von einem Amerikaner und seiner thailändischen Frau ins Leben gerufen, als man ihnen ein Gibbon-Baby in die Hand drückte. Einige Hill Tribes schießen Gibbons nach wie vor als Nahrung und erlegen dabei oft die Mütter kleiner Babies. Nicht selten werden diese auch als Haustiere verkauft, was der Rudel-Natur der Gibbons überhaupt nicht entspricht.

Der Gründer wurde bereits vor einigen Jahren in einem schrecklichen Nachbarschaftsstreit ermordet, seither betreibt seine Frau Pharanee Deters das Gelände alleine. Die energiegeladene, bereits über siebzig Jahre alte Lady arbeitet im Grunde Tag und Nacht für ihre Tiere. Momentan beherbergt das Sanctuary 66 Gibbons, 20 Makaken, 2 Schakale und einen riesigen burmesischen Bären.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Highland Farm Gibbon Sanctuary

Man kann das Sanctuary besichtigen und sich mit einer Spende dafür erkenntlich zeigen. Oder aber man bleibt gleich mehrere Tage in einem der netten Bungalows, geniesst die unberührte Natur und hilft bei der Versorgung der Tiere ($ 45 pro Nacht und Person, inklusive Mahlzeiten).

Es besteht auch die Möglichkeit, Patenschaften für die Tiere vor Ort zu übernehmen.

Wie kommt man hin? Das Sanctuary ist wirklich nicht leicht zu finden. Es liegt leicht versteckt auf einem Hügel, auf Höhe Kilometer 42,8 der Route 1090 in Richtung Umpang. Von Mae Sot kann man auch ein hellblaues Song Taeow nehmen, Nr. 48. Meine Empfehlung: Einfach mal schnell Frau Deters anrufen und mit ihr einen Termin vereinbaren: 081 727 1364

Mehr Kontakte: www.gibbonathighlandfarm.org, highlandfarmape@gmail.com

Umpang

Wer wirklich nach Umpang möchte, der sollte dort auch hinfahren. Ich habe viel Gutes über dieses Fleckchen mitten im Dschungel gehört. Fakt ist aber: Nur die 1090 führt nach Umpang, und sie endet leider auch dort!!

Ich sage das, weil wir erst kurz vor Umpang gemerkt haben, dass wir in eine Sackgasse geraten waren. Wir haben dann schließlich auf halber Strecke gewendet und sind zurück nach Mae Sot gefahren. Die Ausblicke in dieser völlig unberührten Gegend waren zwar der Wahnsinn. Aber will man Umpang wirklich besichtigen, dann muss man mit mindestens vier Stunden pro Weg rechnen und auf demselben Weg wieder zurück in Richtung Norden!

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Weg nach Umpang

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Weg nach Umpang

Ayutthaya

Ayutthaya ist ein kleiner Schlenker auf dem weiteren Weg nach Bangkok, der sich meiner Meinung nach sehr lohnt! Denn mit dem Mietwagen Thailand entdecken heisst auch: Umwege fahren! Das Städtchen, ehemals die Hauptstadt des siamesischen Königreichs, ist wirklich sehenswert. Beeindruckende Tempel, ein schöner Nachtmarkt am Fluss zum Essen, und insgesamt eine fast märchenhafte Atmosphäre.

Ayutthaya: Siam zum Anfassen

Ayutthaya: Siam zum Anfassen

Ein perfekter Tag in Ayutthaya sähe dann aus meiner Sicht etwa so aus: Tempeltour auf eigene Faust – man hat sich ja nicht ohne Grund dazu entschlossen, mit dem Mietwagen Thailand zu erkunden! Hierfür sucht man sich im Vorfeld aus den unzähligen Tempeln jene aus, die einen interessieren, und lädt sich bei funktionierendem WiFi die GoogleMaps-Karte vor. Nach der Tour vielleicht noch zum Markt, der ebenfalls sehenswert ist. Und dann im Bann Kun Pra Guesthouse einchecken. Dieses tolle Häuschen aus Teakholz liegt direkt am Fluss, so kann man dann bei einem Ingwer-Tee erst mal den großen Lastkähnen beim Vorbeifahren zusehen. Es liegt zudem nah beim Nachtmarkt, wo man später noch lecker zu Abend essen kann.

Tipp: Wem Bangkok zu stressig ist, dem empfehle ich, den Moloch nach dem Besuch in Ayutthaya auf dem weiteren Weg in Richtung Süden einfach zu umfahren.

In Ayutthaya findet sich übrigens auch der von einem Baum umwachsene Buddha-Kopf, von dem man sicher schon mal ein Foto gesehen hat.

Ayutthaya

Kanchanaburi

Kanchanaburi etwa wäre eine solche Umschiffung Bangkoks. Alternativ kann man Kanchanaburi aber auch nach Bangkok noch anfahren (siehe Karte).

Das kleine Kanchanaburi fällt bei der Reiseplanung oft hinten runter. Doch gerade die Tatsache, dass nicht alle dorthin fahren, macht einen Besuch besonders spannend. Die Uhren gehen dort jedenfalls etwas langsamer. Und so sollte man es den Einheimischen gleichtun und, bei einem leckeren Getränk, erst mal eine Weile auf den Fluss Kwai glotzen. Tipp: Das geht am besten, wenn man in einem der Hostels unterkommt, die schwimmende Hütten anbieten.

River Kwai? Da war doch was! Richtig. Vermutlich die größte Attraktion in Kanchanaburi ist die Brücke über den Kwai, Hauptdarsteller des gleichnamigen Spielfilms von 1957. But don’t get too excited: Es ist am Ende einfach nur eine Brücke!

Rund um Kanchanaburi gibt es verschiedene Camps, wo man etwa Elefanten waschen kann. Außerdem gibt es in den Wäldern Tausende von Affen, die man füttern kann, wenn man möchte. Ich würde mich von diesen Freaks lieber fernhalten, denn sie sind gemeingefährlich!

A propos Elefanten: Tut den grauen Kolossen einen Gefallen und nehmt nicht an einer Reittour teil. Fast alle dieser Touren sind eine einzige Qual für die cleveren Tiere. Generell gilt: Man sollte sich vorher gut über das Elefanten-Camp informieren, das man besuchen möchte, und auch vor Ort genau hinschauen. In vielen Camps werden die Elefanten misshandelt, und das sollte man unter keinen Umständen unterstützen!

An dieser Stelle auch meine große Bitte: Boykottiert den berühmt-berüchtigten Tiger Temple! Warum dieser Tempel einfach nicht mit Geld unterstützt werden sollte, könnt Ihr in diesem aufschlussreichen und detaillierten Report meines Kollegen Turner nachlesen.

Geheimtipp: Das vermutlich Schrägste, was man in Kanchanaburi unternehmen kann, ist ein Besuch im Tempel Wat Tham Mangkin Thong, berühmt für seine Floating Nun, eine Nonne, die im Wasser liegend meditiert und dabei wundersamerweise nicht sinkt. Gelinde gesagt ein etwas ungewöhnliches Schauspiel… ;-)

Schräges, kleines Kanchanaburi

Schräges, kleines Kanchanaburi

Richtig toll ist übrigens auch ein Ausflug zum etwas weiter entfernt liegenden Chinesischen Friedhof, der es sogar in meine Liste der schönsten Friedhöfe der Welt geschafft hat.

Chinesischer Friedhof, Kanchanaburi

Chinesischer Friedhof, Kanchanaburi

Bangkok

Ob man Bangkok auf dieser Tour mitnimmt ist natürlich jedem selbst überlassen. Wer mit dem Mietwagen Thailand erkundet, kennt Bangkok vermutlich vor dieser Reise schon. In diesem Fall sollte man sich den katastrophalen Verkehr der Hauptstadt vielleicht sparen. Das Fahren selbst macht in Bangkok eigentlich Spaß und ist weniger schwierig als gedacht, doch leider steht man letztendlich öfter an Ampeln als sich fortzubewegen….

Viele mögen Bangkok nicht. Zu groß, zu laut, zu hektisch. Ich muss sagen: Nach jahrelanger Hassliebe bin ich mittlerweile ein großer Fan der Megalopolis! Vorbei die Zeiten, in denen ich nach spätestens drei Tagen fluchtartig die Stadt verlassen musste. Heute verbringe ich dort manchmal mehrere Wochen am Stück.

Bangkok vom Sathorn Unique

Bangkok vom verlassenen Wolkenkratzer Sathorn Unique aus gesehen. Wie kommt man hoch? Tipps dazu weiter unten!

Es gibt einfach wahnsinnig viel zu entdecken in dieser monströsen Stadt: Tempel, Natur, Architektur, Museen, Märkte, Parties, … Und natürlich ein schier unüberschaubares Angebot an fantastischem Essen!

Strassenszene in Bangkok

Strassenszene in Bangkok

Sehenswürdigkeiten in Bangkok

Wo fängt man an, wo hört man auf?! Am Royal Palace und dem angrenzenden Wat Pho führt kein Weg vorbei. Beide sind zwar immer völlig überlaufen, aber absolut sehenswert.

Liegender Buddha, Wat Pho

Liegender Buddha, Wat Pho

Etwas weniger besucht und doch einen Besuch wert ist Wat Arun auf der anderen Flussseite. Hier auf jeden Fall auf den steilen Turm klettern und den Ausblick über den Chao Praya genießen!

Wat Arun

Wat Arun

Für mich jedes Mal wieder wundervoll ist der Golden Mount, ein vergoldeter Tempel auf einem exotisch bewachsenen Hügel. Von Banglampoo aus kann man hierher einen tollen Spaziergang entlang der Khlongs machen.

Auch auf keinen Fall verpassen: Jeden Sonntag öffnet an der Endstation des BTS Skytrain der fantastische Chatuchak Market seine Pforten. Souvenirs, Essen, neueste Kollektionen von kleinen Designer-Labels, vor allem aber die größte Auswahl an 2nd-Hand-Klamotten, die man vermutlich je gesehen hat! Man sollte mindestens einen halben Tag einplanen.

Sehr empfehlen kann ich auch eine Fahrradtour durch Bangkok, etwa mit Co van Kessel. In einer kleinen Gruppe radelt man durch Tempel, Thaiboxschulen, Slums und die grüne Oase Phra Pradaeng.

Wer noch mehr Zeit in Bangkok hat, sollte sich an die alternativen Sehenswürdigkeiten wagen, die Bangkok zu bieten hat (Klick aufs Bild, um direkt zu meinen Geheimtipps zu gelangen):

Bangkok Cover

Geheimtipp: Eine Sache, die es dann doch nicht in diese Liste geschafft hat, ist eine Bootstour durch die Khlongs, die ich wirklich jedem ans Herz legen kann. Die Touren starten am Phra Arthit Pier in der gleichnamigen Strasse in Banglampoo. Am besten tut man sich mit ein paar Leuten zusammen und bucht sich einfach einen eigenen Bootskapitän. Mit dem schmalen, hölzernen Boot erkundet man dann die kleinen Kanäle sowie ein Stück des mächtigen Chao Praya. Eine tolle Erfahrung!

Khlong Tour: Was einen wirklich jedes mal wundert, ist die sagenhafte Menge an Fischen, die Bangkoks Wasserwege bevölkert!

Khlong Tour: Was wirklich jedes mal verblüfft, ist die sagenhafte Menge an Fischen, die Bangkoks Wasserwege bevölkert!

Doch ganz ehrlich: Mein echtes Highlight in Bangkok? Einfach rumlaufen! Ganz ohne Gepäck, ohne Ziel und ohne Eile. Hier mal schauen, dort mal schauen. Und in regelmäßigen Abständen an einem der Strassenstände etwas probieren, das man noch nie gegessen hat!

Petchaburi

Hat man Kanchanaburi bereits abgehakt oder möchte das Städtchen nicht sehen, dann geht es nun weiter in Richtung Süden.

Der erste Abschnitt ist weitgehend unspektakulär, die oft mehrspurige Strasse wird von großen Fabriken gesäumt, die neben Speiseöl aus Palmfett verschiedene Dinge produzieren. Bei Samut Songkhram wird es am Strassenrand etwas lichter, besonders zur linken Seite kann man nun große Felder zur Salzgewinnung sehen. Es lohnt sich ein kurzer Stopp, bei dem man die Menschen beim Zusammenklauben des Salzes beobachten kann.

Hier kann man auch an einem simplen Restaurant zum Lunch für eine Nudelsuppe anhalten.

Danach geht es weiter in Richtung Petchaburi, von hier aus noch etwa eine Stunde entfernt. Bei gutem Wetter ist es am Sinnvollsten, bei Ankunft direkt zur Khao Luang Höhle zu fahren. Diese schließt gegen 16 Uhr, aber der unterhaltsame Führer drückt ein Auge zu, wenn man kurz vorher ankommt. Mit ihm läuft man die 99 Stufen zur Höhle runter, wo man 5 verschiedene große Hallen mit diversen Buddha-Figuren besichtigen kann. Besonders die Öffnungen nach oben verleihen der Höhle eine außergewöhnliche Stimmung.


Vorsicht vor den zahlreichen Affen, diese können sehr aggressiv sein und stehlen gerne Dinge. Mit ein paar Maiskolben für 20 Baht kann man sie besänftigen.


Will man hier übernachten, empfehle ich die Dato Farm, fernab jdes Rummels und höchstwahrscheinlich auch Meilen vom nächsten Touristen entfernt.

Update Juni 2016: Mir wurde von befreundeten Bloggern mitgeteilt, dass es die Dato Farm leider nicht mehr gibt! Schade!

Dort angekommen, lohnt sich ein Spaziergang zum etwa einen Kilometer entfernten Wat Ban Krog zum Sonnenuntergang. Die zum Teil verfallene Tempelanlage liegt einsam da, nur ein paar verfilzte Hunde halten Wache. Diese haben jedoch mehr Angst als man selbst, und lassen einen andächtig durch die Anlage schreiten. Vom gegenüberliegenden Ufer vernimmt man mitunter Gesänge betender Muslime, während die Vögel über dem Wasser einen Abendtanz aufführen.

Dann wird es Zeit, zur malerischen Dato Farm zurückzukehren, wo man sich kurz erholen kann, bevor das leckere Essen serviert wird. Wenn man Glück hat, wurde der Fisch gerade erst am Nachmittag im zum Haus gehörenden Tümpel geangelt.

Hua Hin

Der Tag beginnt mit einem Frühstück auf der über dem Fluss liegenden Terrasse. Verlässt man das Haus, begrüßen einen bereits freudig die Hunde Chao und Leo.

Update Juni 2016: Mir wurde von befreundeten Bloggern mitgeteilt, dass es die Dato Farm leider nicht mehr gibt! Schade!

Nach dem Frühstück fährt man die kurze Strecke in die Innenstadt von Petchaburi, wo man am Besten zuerst den Hügel Kao Wang besichtigt, der den königlichen Sommerpalast Phra Nakhon Khiri sowie das Wat Maha Samanaram beherbergt. Die bequemste Variante ist der Aufstieg mit der Seilbahn. Den Rückweg ins Tal kann man nach der Besichtigung der Gebäude sodann per Fuß antreten, ein hübscher Weg schlängelt sich durch das von Frangipani-Bäumen bewachsene Areal. Vorsicht vor den teils aggressiven Affen!

Mit dem Auto geht es von dort zum Wat Mahatat, wo man eine Sammlung von Buddha-Statuen und viele betende und Opfergaben darbringende Menschen bestaunen kann. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen Markt und mehrere Devotionalien-Händler.

Als nächstes besucht man das Wat Yai Suwannaram mit schönen Holzgebäuden und über 300 Jahre alten Wandmalereien. Ein kurzer Spaziergang über das Gelände lohnt sich.

Die letzte Station in Petchaburi ist das Wat Kamphaeng Laeng, das aus den Zeiten der Khmer-Herrschaft 1157-1207 stammt und mit 4 erhaltenen Türmen für brahmanische Gottheiten aufwarten kann.

Auf dem Weg aus der Stadt heraus gibt es rechterhand diverse Lokale, die hauptsächliche von Thais frequentiert werden und zum Teil sehr delikate Speisen anbieten. Sehr empfehlenswert hier das Restaurant mit Isaan-Küche.

Weiter geht es auf eine kurze Fahrt in den Strandort Cha-am, den man aber vermutlich nur an Wochentagen ansteuern sollte, wenn er nicht von Thai-Touristen überschwemmt ist. Hier kann man einen Kaffee trinken und etwas am Strand entlangschlendern, oder Souvenirs für die Familie besorgen. Und natürlich zum ersten Mal auf diesem Trip ein Bad im Meer nehmen!

Nun bestreitet man das letzte Stück des Weges zum Etappenziel Hua Hin.

Dort sollte man sich in ein üppiges Seafood-Essen stürzen, denn noch besser kann man es fast nirgends in Thailand bekommen! Sehr zu empfehlen ist das Restaurant Chao Lay am Meer.

Ban Krut

Nach dem Frühstück sollte man noch kurz die wenigen Sehenswürdigkeiten besichtigen, die Hua Hin zu bieten hat. Hier wäre zum Einen das malerische hölzerne Bahnhofsgebäude, das zahlreiche Perspektiven für Foto-Enthusiasten bietet. Von dort fährt man den kurzen Weg zum Sofitel, dem ehemaligen Railway Hotel, einem 1921 nach europäischen Vorbildern errichteten Nobelhotel mit wundervoller Gartenanlage.

Optional kann man sich den Kao Takhiap Felsen am Südrand der Stadt anschauen, wobei der untere Teil mit dem in Richtung Meer blickenden goldenen Buddha sowie einem kleinen Strandabschnitt mit simplen Krabben-Restaurants mehr zu bieten hat als der Gipfel des Hügels, wenn einmal vom Ausblick auf die Betonburgen am Strand absieht.

Sodann macht man sich auf in ruhigere Gefilde. Auf dem Weg in Richtung Süden sollte man unbedingt in Khao Tao stoppen, einem kleinen Fischerdorf mit einem recht kitschigen Tempel auf der anderen Flußseite. Es lohnt sich, den Strand entlangzulaufen und den Fischern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Kaum kann man glauben, dass nur wenige Kilometer entfernt die quirlige Touristenstadt Hua Hin liegt. Wer will, kann den Fluß überqueren und in die Tempelanlage hochklettern.

Auf dem weiteren Weg in Richtung Süden lohnt es sich, von der Hauptstrasse abzuzweigen, und stattdessen durch den Khao Sam Roi Yot National Park zu fahren. Sagt man am Eingang, dass man nur durchfährt, ist der Eintritt frei, und die Straße bietet tolle Ausblicke auf die dreihundert bis zu 605 Meter hohen Gipfel.

Entlang der Straße liegen viele Shrimp-Farmen, von denen einige jedoch bereits wieder stillgelegt worden sind, um die Region zu renaturieren. Denn vor den Farmen gab es hier eine Menge interessanter Vogelarten, die nun glücklicherweise langsam zurückzukehren scheinen.

Es ist spannend, an einer der Verladestationen für Shrimps zu halten und den Arbeitern über die Schulter zu blicken. Diese freuen sich auch über die kurze Abwechslung.

Man sollte die einzige Abzweigung in Richtung Strand nehmen und bis zum Ende durchfahren, wo sich ein unscheinbares Restaurant ohne Namen befindet, welches vorzügliche Gerichte anbietet, fast alle basieren auf Shrimps und Tintenfisch. Hier finden oft Zeltlager für Pfadfinder statt.

Kurz vor der Ausfahrt aus dem Nationalpark befindet sich rechterhand eine zauberhafte Tempelanlage, die sich an die imposanten Berge zu schmiegen scheint, den Wat Kao Daeng. Hat man keine Zeit, ihn zu besichtigen, kann man auch kurz links ranfahren und ihn von der Straße aus fotografieren.

Weiter geht es in Richtung Süden. Kurz hinter dem Kilometerstein 315 fährt man links in Richtung Meer und kommt zur hübschen Bucht Ao Noi, wo zahlreiche Fischerboote festgezurrt sind. Hier lässt es sich auch sehr gut essen.

Von hier aus geht es weiter am Meer entlang, wo man schon bald das kleine Städtchen Prachuap Khiri Khan erreicht. Man durchquert es und kommt am südlichen Ende an den Eingang zu einem Militärgelände, das nicht mehr in Benutzung ist. Eventuell muss man hier seinen Pass vorzeigen. Nach nur kurzer Zeit findet man sich auf einber großen Landebahn wieder, mit Blick auf den Spiegelberg; ein skurriler Anblick.

Nach weiterer kurzer Fahrt erreicht man die Bucht Ao Manao.

Nun macht man sich auf die letzten 30 Kilometer nach Ban Krut, wo man sehr schön im Bay View Resort am Kee Ree Wong Beach unterkommen kann. Ist es noch hell, kann man zwischen einem Bad im Meer und einer Runde im Pool wählen.

Pathiu

Der Morgen beginnt mit einem Frühstücksbuffet im Bay View Resort mit Blick aufs Meer. Sodann kann man sich auf die hauseigenen Fahrräder schwingen, um den zwanzigminütigen Weg zum Tempel Maha Chedi auf dem Hügel Khao Tong Chai zurückzulegen, der zwar recht neu, jedoch nicht minder beeindruckend ist. Besonders der freie Blick nach Süden und Norden ist beeindruckend, hinter den Kokoshainen kann man eventuell sogar die Bergkette in Myanmar sehen. Zurück im Hotel checkt man aus und setzt seinen Weg fort.

Zunächst fährt man auf der Hauptstrasse nach Bang Saphan Noi, von wo aus man in Richtung Meer fahren sollte. Nun wird die Fahrt etwas abenteurlicher, da man sich auf schmalen, teils nicht mal asphaltieren Strecken immer in Meernähe Richtung Süden kämpft.

Man passiert das kleine Städtchen Had Bang Bird mit einem schönen, wenngleich zugemüllten Strand. Der größte Teil der Grundstücke hier ist im Besitz der Königsfamilie und darf nicht bebaut werden.

Sodann passiert man gewaltige Dünen, wie sie in Thailand ihresgleichen suchen. Aussteigen am verlassen daligenden Pier lohnt sich allein schon wegen der Geisterstadt-Atmosphäre. Auf dem weiteren Weg sollte man die Auge offen halten, um eine Garküche zum Mittagessen zu finden.

Unbedingt anhalten sollte man weiter südlich, kurz vor Pathiu am Tempel auf der rechten Seite, den man gar nicht verfehlen kann. Sobald eine übergroße Statue des Elefantengottes Ganesha auf dem Hügel auftaucht, ist man angekommen.

Der Tempel ist eine riesige Ansammlung großer und kleiner, hübscher und kitschiger Statuen, und man fühlt sich eher wie in einem Disney-Themenpark als in einem heiligen Ort, was jedoch den einzigartigen Reiz des Ortes ausmacht. Die dort arbeitenden Menschen sind zudem sehr herzlich und man sollte für ein paar Baht einen Eiskaffee zu sich nehmen.

Zu guter Letzt kann man den kleinen Tempel in Pathiu besichtigen, dessen Wände sehr alte Malereien zieren.
Gegen Abend kommt man am weiten Strand von Pathiu an, wo man in den Saparot Bungalows unterkommen kann, die fernab des mitunter lauten Treibens am Hauptstrand Bo Mao Bay gelegen sind. Die ältere Dame vor Ort ist eine ausgebildete Naturheilerin und kann dem Interessierten ihre Salben, Pillen und Pülverchen erklären, sowie flink die Verspannungen der Reise wegmassieren.

Oder aber man legt noch ein paar weitere Kilometer Richtung Süden zurück. Bevor man sich jedoch auf den Weg macht, sollte man noch zum nahe gelegenen Aussichtspunkt fahren. Schon vom Parkplatz aus hat man einen tollen Ausblick. Von dort an geht es auf einem kleinen Betonpfad steil den Hang hoch. Verschiedene Aussichtspunkte laden zum Verweilen ein und bieten immer wieder neue Perspektiven. Spätestens an der dritten hölzernen Hütte jedoch sollte man umkehren, denn noch besser wird der Blick nicht.

Thung Wua Laen Beach

Mein guter Freund John kannte glücklicherweise den Thung Wua Laen Beach, kurz TWL genannt. Denn dieser Ort ist wirklich ungewöhnlich. Obwohl der Strand selbst sehr hübsch ist, herrscht im angrenzenden Dörfchen eine geradezu apokalyptische Ruhe. Und das hat durchaus seinen Reiz!

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Thung Wua Laen Beach

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Thung Wua Laen Beach

Das Essen ist gut, die Hütten sind billig, und abends gibt es am nördlichen Ende des Strandes sogar manchmal laute Musik und Feuer-Jongleure. Ansonsten passiert in TWL summa summarum: Nichts!

Und das kann man auch mal ein paar Tage geniessen.

Chumphon

Chumphon macht tagsüber nicht wahnsinnig viel her. Dafür erblüht Abend für Abend ein toller Nachtmarkt.

Sawi

Wer jetzt schon genug Ruhe hatte, sollte sich auf den weiteren Weg nach Süden machen. Wer noch mehr davon möchte, dem empfehle ich das Dörfchen Sawi sowie die dazugehörigen Strände. Ganz ehrlich: Ich dachte gar nicht, dass solche Orte in Thailand überhaupt noch existieren. Hier gibt es absolut überhaupt keine Touristen, sodass man hier echtes, authentisches Thai-Leben bestaunen kann. Und die Einheimischen sind so freundlich wie sonst höchstens noch in der dünn besiedelten Isan-Region. Tatsächlich passiert es nicht selten, dass die Locals sich mit einem fotografieren möchten!

Geheimtipp: Zwanzig Minuten von Sawi entfernt steht ein kleines Haus an einer einsamen Bucht. Haus und Bucht kann man bei airbnb mieten!! Noch weiter weg vom Schuss geht in Thailand vermutlich gar nicht mehr.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Sawi

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Sawi

Surat Thani

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du Surat Thani bereits kennst. Doch vermutlich nur im Morgengrauen und nur als kurzes Zeitfenster zwischen dem Bus aus dem Norden und dem Boot in Richtung der Inseln.

Tatsächlich ist aber auch Surat Thani einen Besuch wert, gerade wenn man auf untouristisches, echtes Thai-Leben steht. Und davon gehe ich aus bei jedem, der mit dem Mietwagen Thailand erkundet!

Der ungewöhnliche Schrein an der Talad Mai Road ist ein Muss. Wer noch mehr Zeit mitbringt, sollte zudem die Insel Ko Lamphu, mitten im Fluss erkunden. Richtig toll wohnen lässt es sich jenseits des Flusses, und zwar im Sabye D. Die modernen Zimmer, die in einen See gebaut sind, kosten so gut wie nichts. Und von den kleinen Balkons aus kann man die Fische im Wasser füttern!

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Surat Thani

Surat Thani: Schrein und der Blick aus dem Zimmer im Sabye D

Übernachtet man dort, empfehle ich das Restaurant am Flussufer, dessen riesige Karte einige Leckereien beinhaltet!

Kao Sok National Park

Der Kao Sok National Park liegt nicht ganz auf der Route in Richtung Süden. Doch die wundervolle Natur des Parks macht den Umweg lohnenswert: Man schläft in schwimmenden Hütten und kann auf eigene Faust über den großen Stausee rudern. Dazwischen sollte man aber in jedem Fall an einer der geführten Wildlife-Touren teilnehmen. Mein Geheimtipp hier: Hat man nur die Finanzen für eine Tour, dann sollte man eine Nachttour buchen. Denn diese ist wirklich aufregend und man bekommt noch viel mehr Tiere zu sehen als tagsüber.

Warnung: Hier gibt es wirklich große Insekten und auch Spinnen und Schlangen aller Art. Wer mit so etwas nichts anfangen kann, sollte besser nicht herkommen, denn man wohnt mit all diesen Kreaturen gewissermaßen Tür an Tür…

Kao Sok National Park

Kao Sok National Park

Trang

Trang ist ein wirklich entzückendes kleines Städtchen, das man wenigstens kurz erkunden sollte. Hier findet man freundliche Einheimische, ein absolut entspanntes Ambiente und ein Stück authentisches Thailand. Besonders interessant sind hier die bereits deutlich sichtbareren muslimischen Einflüsse im täglichen Leben. Am eindrucksvollsten schlagen sich diese in der fantastischen Küche der Region nieder!

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - muslimisches Essen in Trang

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – muslimisches Essen in Trang

Gut und günstig wohnen lässt es sich direkt am Bahnhof. Von dort ist man auch schnell beim Aussichtspunkt des Tempels Wat Matchimapum, der besonders im Sonnenuntergang der Hammer ist. Richtig toll ist auch der Nachtmarkt, der es in puncto Größe und Auswahl auch mit größeren Städten aufnehmen kann. Hier findet man Klamotten, Nippes und natürlich unzählige Essensstände.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Trang

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Trang

Trang ist, so weit wir das verstanden haben, die südlichste Option, um den Mietwagen Thailand zurückzugeben. Wer von hier aus also noch weiter Richtung Süden möchte, der muss nun leider aufs Steuer verzichten und sich in einen Bus setzen. Oder aber am Ende der Reise wieder ein paar Kilometer zurückfahren. Im Grunde gibt es aber von heir aus ohnehin nur noch ein Ziel und das heisst: Ko Lipe.

Pak Bara

Um nach Ko Lipe zu gelangen, muss man zunächst nach Pak Bara, von wo die Boote zu den Inseln ablegen. Da wir dort das letzte Boot verpasst hatten, mussten wir im kleinen Dörfchen eine Nacht verbringen. Und fanden es fantastisch! Superfreundliche Menschen, tolle Ausblicke und Meeresfrüchte zu unschlagbaren Preisen.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Pak Bara

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Pak Bara

Ko Lipe

Viel südlicher als Ko Lipe kann man in Thailand eigentlich als Tourist nicht kommen, da es in der Grenzregion zu Malaysia immer wieder Unruhen gibt und man daher nicht ohne Sondererlaubnis einreisen darf.

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden - Trang - Ko Lipe

Mit dem Mietwagen Thailand erkunden – Ko Lipe

Doch jetzt sag‘ ich etwas, das den Einen oder Anderen vermutlich verblüffen wird:

Spar Dir Ko Lipe!

Ich fand es dort viel zu erschlossen und voll, und das noch dazu hauptsächlich mit Pärchen und Familien. Viel schlimmer aber noch: Alles, aber wirklich alles ist etwa drei mal so teuer wie irgendwo sonst in Thailand. Wer gerade aus dem günstigen Pak Bara kommt, fällt erst mal fast vom Stuhl!

Daher liegt das südlichste Ziel, das ich für diesen Trip quer durch Thailand empfehlen möchte, nicht in Thailand, sondern in Malaysia:

Langkawi

Ach ja, und nie vergessen: Auch in Thailand gilt

Mietwagen Thailand: Don't drunk and drive

Mietwagen Thailand: Don’t drink and drive

Und hier noch mal all meine anderen Tipps sowie all meine Geschichten aus Thailand:

Für weitere Länder- und Städtehighlights geht es hier entlang:

Und für Geschichten aus Berlin und aus der ganzen Welt, check meine Bücher aus!

Alle Bücher 2014

 

Veröffentlicht von

Marco Buch ist Filmschaffender, Buchautor, Blogger, Weltreisender. Er ist ein neugieriger Mensch und viel unterwegs. Marco hat in über 130 unterschiedlichen Jobs gearbeitet und 70 Länder dieser Welt bereist. Er liebt es, Erfahrungen zu sammeln und später Anderen davon zu erzählen. Mit 'Life is a Trip' möchte er die Tradition der Lagerfeuergeschichten ins digitale Zeitalter hinüberretten. Marco nimmt sich selbst nicht so wahnsinnig ernst und denkt, die Welt könnte eine bessere sein, wenn andere diesem Beispiel folgen würden.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wow Marco, was für ein toller und vor allem ausführlicher Bericht, TOP!
    Wir sind heuer mit dem Auto von Bangkok bis nach Phuket gefahren, eigentlich ganz easy. Was mich aber so richtig genervt hat, waren die unzähligen Polizei und Militär Straßensperren.

    Grüße aus Koh Chang, Manuel

    • Danke, Manuel!
      Echt, hattet Ihr so viele Strassensperren? Wir gar nicht. Hängt wahrscheinlich von der politischen Lage ab.
      Grüße nach Ko Chang, da ist es ja auch sehr schön!

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